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Einem erhaltenen Firmenstempel sowie alten Briefköpfen zufolge wurde die "Stock und Büchsenmacherei" im Jahre 1869 gegründet; erster Inhaber des Betriebes war sein Begründer Josef Teipel, geboren am 23. Dezember 1837 und gestorben am 18. November 1909. Er ist fast ausschließlich unter dem Namen "Handirk" bekannt gewesen und er hat das Stockmacherhandwerk in Verbindung mit dem Ort Grafschaft zu einem Wertbegriff werden lassen. |
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Standort des kleinen Handwerksbetriebes war das Haus Nr. 42, heute: Am Stünzel 12, das bei der Erweiterung des Dorfes Grafschaft um neun neue Häuser in den Jahren zwischen 1812 und 1830 entstanden sein dürfte. Aus dem Rahmen der gewohnten Handwerke der damaligen Zeit (Schuhmacher, Schmied, Sattler und Schneider) fällt die Stock- und Büchsenmacherei des Josef Teipel heraus. |
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Die Büchsenmacherei könnte ihren Ursprung in der wald und wildreichen Grafschafter Gemarkung, insbesondere auch hinsichtlich des Fürstenbergischen Besitzes haben, wenngleich dieser Teil des Betriebes kaum Schußwaffen hergestellt haben dürfte, sondern sich weit gehend darin erschöpfte, jagdliches Zubehör wie Munition herzustellen sowie Gewehre zu reparieren und einzuschießen, was noch bis etwa 1939 praktiziert wurde. Möglicherweise liegt hier auch die Entstehung des "original Grafschafter Sitzstockes", der vielerorts als Jagdstock verwendet wurde und heute noch wird. |
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Daß sowohl der bereits erwähnte "Original Grafschafter Sitzstock" als auch der "Grafschafter Wanderstock", genannt "Handirk", der die eigentliche Produktion ausmachte, eigene Erfindungen des Josef Teipel und als solche mit dem Gebrauchsmusterschutz des Deutschen Patentamtes versehen waren, sei der Vollständigkeit der Information halber schon hier erwähnt. |
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Für den Gründer der Stockmacherei war es nicht schwer, im Erdgeschoß seines Wohnhauses neben den Stallungen Räume zu finden, in denen er sein Handwerk betreiben konnte. Die Fabrikation der Stöcke benötigte keine großen RäumlIchkeiten; denn die wenigen Einrichtungsgegenstände verlangten nicht viel Platz. |
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Die Werkstatträume sind übrigens in ihrer Größe und Lage während der Existenz des Betriebes als Vollerwerb nie verändert worden. Die Stockmacherei bestand aus drei Räumen: der eigentlichen Werkstatt, der Trockenkammer und dem Lager für das Rohmaterial; darüber hinaus wurde die Küche des Hauses insofern mitgenutzt, als die fertigen Stöcke an einem "Regalstock" bis zum Versand aufbewahrt wurden. In einer Kammer oberhalb der Werkstatt, der "Stockschmitte", wurden die fertigen Stöcke verpackt und zum Versand vorbereitet. |
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